Historie unserer Volvos
Speziell zu den DDR-Staatskarossen:
Unmöglich konnte man nach außen zeigen, dass man als Sozialist eigentlich viel lieber Fahrzeuge aus Stuttgart oder München favorisierte (was privat selbstverständlich war). Auch Autos wie die sowjetischen "Tschaika" entsprachen nicht wirklich dem Geschmack der staatstragenden Herren in Ostberlin. Obwohl die sozialistische Planwirtschaft dem Kapitalismus angeblich weit überlegen war, wurden die eigenen Fahrzeuge zu schludrig gebaut. Die Technik wie auch das Design waren eindeutig veraltet und äußerst unwirtschaftlich. Man wollte weltoffen und modern wirken - zumindest nach außen.
Also lag - wie immer - die einzige Alternative im Import guter Ware. Volvo - das war genau das, was die Bonzen für ihr Image brauchten: Nicht zu dick auftragend, technisch ausgereift und ganz in der Nähe - aus einem Neutralen Land. Wie alle Staatskarossen vom Typ 264TE und 760GLE Pullmann,haben diese Modelle eine lange Reise hinter sich. Die Basisfahrzeuge, meist Zweitürer, wurden zusammen mit allen benötigten Teilen und Aggregaten zuerst nach Turin gebracht, in die Werkstatt des Edel-Tuners Bertone.
Dort wurde das Fahrzeug komplett zerlegt, verlängert, verzinnt, wieder zusammengebaut und dann mit der gewünschten Ausstattung zu versehen. Danach wurde es wieder nach Ost-Berlin gebracht um dort den letzten Schliff und die neueste Funk- und Klimatechnik zu erhalten.Der Volvo 760 GLE halblang (ab 1982), wurde für Minister, sowie Konvoibegleitungen genutzt.
Unsere Fahrzeuge stammen durchweg aus den Beständen des Fuhrparks des Politbüros der DDR. Interessant hierzu sind die untenstehenden Dokumente aus der Nachwendezeit.




